EDUARD BARGHEER:
AUFBRUCH ZU NEUEN UFERN

3.6.–14.10.2018

Diese Ausstellung ist retrospektiv angelegt und zeigt die Entwicklung Eduard Bargheers über eine Spanne von sechs Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts. Schwerpunkt der Werkauswahl liegt bei Gemälden, ergänzt im Obergeschoss durch Aquarelle. Der Ausstellungstitel verweist zunächst auf die ausgedehnte Reisetätigkeit, die Bargheer in seinen frühen Jahren zu Studien- und Arbeitszwecken nach Paris, Italien, England, Holland und Dänemark, in späteren Jahren auch nach Afrika und Griechenland führte.

Bargheer, aufgewachsen auf der Elbinsel Finkenwerder bei Hamburg, später übergesiedelt auf die Mittelmeerinsel Ischia im Golf von Neapel, war auch als Segler immer dem Wasser verbunden. Licht spielte für seine Malerei eine zentrale Rolle, und schon früh erkannte er, dass die Nähe zum Wasser für das Auge Licht und Atmosphärisches in besonderem Maße erlebbar machte.

„Aufbruch zu neuen Ufern“ soll als Metapher auch für den künstlerischen Weg des Malers stehen. Er führte von expressiv-gegenständlichen Anfängen zu einer musikalisch inspirierten lyrischen Abstraktion, die vom Symbolcharakter des Bildes ausgeht. Die Bilder der Nachkriegszeit halten die Waage zwischen Einfühlung und Abstraktion. So wurde auch Bargheer zu einem „Magier im Zwischenreich“, wie es der Rezensent des „Spiegel“ anlässlich einer Aquarell-Retrospektive im Wuppertaler Von-der-Heydt- Museum einmal formulierte.

Bargheer, der zweiten Generation der Moderne des 20. Jh. angehörend, verarbeitete souverän die prägenden Strömungen der Pioniere der Moderne in seinem Werk, das er unter das Motto stellte:

„Auf dem Wege sein, heißt, nicht zu verharren bei einer Idee, einer Erfindung …, sondern den Mut haben, immer wieder einen neuen Weg einzuschlagen, sich wieder aus dem Bequemen Hafen auf das Hohe Meer des Ungewissen zu wagen“.